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Badewannentür statt Badumbau: Sinnvolle Alternative?

Badewannentür statt kompletter Badumbau: Kosten, Vor- und Nachteile im Vergleich zur bodengleichen Dusche und wie der Zuschuss der Pflegekasse hilft.

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Modernes Bad mit eingebauter Badewannentür zum sicheren Ein- und Aussteigen

Foto: Eine Badewannentür ermöglicht sicheres Ein- und Aussteigen, ohne das Bad komplett umzubauen.

Das Wichtigste in Kürze

Eine Badewannentür ist eine Tür, die nachträglich in eine bestehende Badewanne eingebaut wird, damit man seitlich einsteigen kann, statt über den hohen Wannenrand steigen zu müssen. Der Einbau kostet meist 1.200 bis 4.000 Euro und dauert oft nur einen Tag. Auch für eine Badewannentür kann der Zuschuss der Pflegekasse genutzt werden – sie ist damit oft die schnellere und günstigere Alternative zum kompletten Badumbau.

Für wen eignet sich eine Badewannentür?

Eine Badewannentür ist vor allem dann sinnvoll, wenn die vorhandene Badewanne grundsätzlich noch genutzt werden soll oder ein kompletter Umbau zu einer bodengleichen Dusche zu aufwendig, zu teuer oder baulich nicht möglich ist – etwa weil nicht genug Aufbauhöhe im Boden für eine Duschrinne vorhanden ist. Sie ist eine gute Zwischenlösung, wenn schnell und mit wenig baulichem Aufwand mehr Sicherheit geschaffen werden soll.

Vor- und Nachteile im Überblick

Badewannentür Bodengleiche Dusche
Einbau meist an einem Tag Einbau dauert 3–5 Tage
Günstiger (1.200–4.000 €) Teurer (3.000–8.000 €)
Kein Bodenaufbau nötig Höhere bauliche Anforderungen
Weniger geeignet für Rollstuhlnutzer Auch mit Rollstuhl nutzbar

Der wichtigste Unterschied: Eine Badewannentür erleichtert das Einsteigen, macht die Wanne aber nicht rollstuhlgerecht. Wer langfristig auf einen Rollstuhl angewiesen sein könnte, sollte eher in Richtung bodengleiche Dusche planen.

Zuschuss der Pflegekasse nutzen

Auch eine Badewannentür kann als wohnumfeldverbessernde Maßnahme nach § 40 SGB XI anerkannt werden. Die Pflegekasse zahlt ab Pflegegrad 1 einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro. Bei den vergleichsweise niedrigen Gesamtkosten einer Badewannentür kann das bedeuten, dass am Ende kaum ein Eigenanteil übrig bleibt. Reichen Sie mit dem Antrag am besten Fotos der aktuellen Badewanne sowie einen Kostenvoranschlag ein. Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Antrag steht in unserem Ratgeber zum Zuschuss der Pflegekasse.

Worauf Sie beim Einbau achten sollten

  • TÜV- und ISO-Zertifizierung: Achten Sie darauf, dass die Tür von einem zertifizierten Betrieb stammt und regelmäßig geprüft wird.
  • Dichtigkeit: Eine hochwertige Dichtung ist entscheidend, damit kein Wasser austritt.
  • Einstiegshöhe: Prüfen Sie vor dem Einbau, wie hoch die verbleibende Schwelle nach dem Einbau noch sein wird.
  • Garantie: Seriöse Anbieter geben eine mehrjährige Garantie auf Tür und Dichtung.

Häufige Fragen

Kann die Badewanne später wieder zurückgebaut werden?

Ja, in den meisten Fällen ist ein Rückbau möglich, sollte aber vorab mit dem Fachbetrieb besprochen werden.

Passt eine Badewannentür in jede Wanne?

Die meisten Standardwannen lassen sich nachrüsten. Bei ausgefallenen Formen sollte vorab eine individuelle Prüfung durch den Anbieter erfolgen.

Ist eine Badewannentür genauso sicher wie eine bodengleiche Dusche?

Sie reduziert das Sturzrisiko beim Einstieg erheblich, ersetzt aber nicht alle Vorteile einer bodengleichen Dusche, etwa bei Rollstuhlnutzung. Für viele Situationen ist sie dennoch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Übersteigen einer hohen Wanne.

Quellen

Stand der Informationen: Juli 2026. Ob eine Maßnahme im Einzelfall anerkannt wird, entscheidet die jeweilige Pflegekasse.

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